Schülerfirma Feria

Fair handeln, Verantwortung übernehmen

Unsere Geschichte

Der Differenzierungskurs, aus dem die Schülerfirma hervorging, besteht bereits seit Beginn des Schuljahres 2012. Die offizielle Neugründung der Schülerfirma „Feria“ erfolgte mit dem Beschluss der Schulkonferenz am 11. Juni 2013. Seitdem ist Feria dauerhaft im Schulprogramm verankert. Noch im selben Jahr erfüllten wir alle Kriterien, um das Label Fairtrade-School zu erhalten – und zählten damit zu den ersten 100 Fairtrade-Schools Deutschlands. Die Schülerfirma wird als Differenzierungskurs von Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 9 und 10 belegt.

Unsere Aktivitäten

Die Feria ist seit vielen Jahren in verschiedenen Bereichen aktiv und verbindet ökonomisches Lernen mit Verantwortung:

  • Fairer Handel: Regelmäßige Verkaufsstände auf dem Bünder Wochenmarkt (samstags von 9.00–13.00 Uhr) sowie auf schulischen und außerschulischen Veranstaltungen. Auch in der Lehrerküche bieten wir ausschließlich Fairtrade-Produkte an.
  • Schulmerch und Schulmaterialien: Verkauf von Fairtrade-Schulbekleidung (Hoodies, T-Shirts, Taschen), bezogen von Fairtrademerch Bielefeld und Stanley/Stella, sowie die Zusammenstellung von Starterpaketen für neue Fünftklässler*innen mit nachhaltigen Schulmaterialien, bezogen von der memo AG.
  • Unternehmenspraxis: Die Schüler*innen sammeln wertvolle Erfahrungen in den Bereichen Buchführung, Marketing, Einkauf, Verkauf und Lagerhaltung. Dabei lernen sie, wie UnternehmerInnen zu arbeiten.
Schülerfirma Feria – Fair handeln, Verantwortung übernehmen

Der Name „Feria“ kommt aus dem Spanischen und bedeutet wörtlich „Markt“. Er verweist direkt auf den Markt als Ort, an dem Produkte präsentiert und verkauft werden. Gleichzeitig schwingt im Spanischen auch die Idee von Lebendigkeit, Begegnung und kulturellem Austausch mit. Das macht „Feria“ zu einem besonderen, doppeldeutigen Namen: praktisch, weil er den Verkauf von Produkten im schulischen und öffentlichen Rahmen beschreibt, und symbolisch, weil er für Austausch, Gemeinschaft und Verantwortung steht – also perfekt für eine BNE-orientierte Schülerfirma.

Neue Impulse seit 2024

Since 2024 entwickeln wir unsere BNE-Aktivitäten weiter:

  • Aufbau eines neuen Fundbüro-Konzeptes zur Reduzierung von Ressourcenverbrauch und -verschwendung
  • Jeans-Sammelaktion zur Weiterverwertung von Textilien
  • Übernahme der Inhalte der ehemaligen Amnesty-International-AG (z. B. „Briefe gegen das Vergessen“)
  • Teilnahme an der deutschlandweiten Fairen Woche

Damit bleibt Feria nicht stehen, sondern entwickelt sich stetig weiter – als lebendiges Beispiel dafür, wie unsere Schüler*innen ökonomische Praxis, nachhaltiges Denken und gesellschaftliches Engagement miteinander verbinden können. Wenn ihr mehr über unsere aktuellen Projekte erfahren wollt, besucht unsere Schul-Instagram-Seite @gam_buende. Dort sind wir auch in den Highlights verlinkt.

Fairer Handel – was steckt dahinter?

Wenn wir von Fairtrade sprechen, geht es nicht nur um den Austausch von Waren, sondern um Gerechtigkeit im globalen Handel. Viele Produkte unseres Alltags – wie Kaffee, Kakao oder Baumwolle – stammen aus Ländern des Globalen Südens. Dort arbeiten Menschen oft unter harten Bedingungen und erhalten Löhne, die kaum zum Leben reichen. Profit aus solchen Strukturen zu schlagen, widerspricht unserem Schulmotto „miteinander, menschlich, verantwortlich“.

Darum entscheiden wir uns bewusst für Produkte, die das Fairtrade-Siegel tragen. Dieses garantiert, dass bei Herstellung und Handel bestimmte Standards eingehalten werden: faire Bezahlung, sichere Arbeitsbedingungen, Verzicht auf ausbeuterische Kinderarbeit sowie Transparenz bei Zutaten und Produktionsprozessen.

Ziele und Prinzipien des Fairen Handels

Menschen weltweit möchten mit ihrer Arbeit so viel verdienen, dass sie ein würdiges Leben führen können – ihre Familien ernähren, ihre Kinder in die Schule schicken und ihre Zukunft gestalten. Der Faire Handel setzt genau hier an:

  • Existenzsichernde Preise: Produzent*innen erhalten mindestens einen garantierten Mindestpreis für ihre Waren.
  • Fairtrade-Prämien: Zusätzlich gibt es Prämien, die in Gemeinschaftsprojekte wie Bildung, Gesundheitsversorgung oder Infrastruktur fließen.
  • Menschenrechte am Arbeitsplatz: Faire Behandlung ist selbstverständlich – körperliche Gewalt, Diskriminierung oder Belästigung haben keinen Platz.
  • Keine Kinderarbeit: Kinder sollen lernen, spielen und Kind sein dürfen, nicht schuften.

So trägt der Faire Handel dazu bei, Lebens- und Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verbessern.

Die Rolle von GEPA

Ein bedeutender Akteur im Fairen Handel ist die GEPA – The Fair Trade Company. Sie arbeitet seit Jahrzehnten mit Partnerorganisationen in Afrika, Asien und Lateinamerika zusammen. Ihr Ansatz: langfristige und verlässliche Beziehungen statt kurzfristiger Gewinnmaximierung. Damit stellt sie sich bewusst gegen den weltweiten Preisdruck.

Die GEPA wird von kirchlichen Organisationen getragen und agiert als Import- und Großhandelsunternehmen. Auch das Gymnasium am Markt bezieht Produkte über die GEPA – ein direkter Beitrag dazu, dass fair gehandelte Waren ihren Weg in unseren Alltag finden.