|
Anfang November 2007 begann mit dem
Besuch unserer maltesischen Austauschpartner ein neues Projekt
unserer Schule, ein aufregendes Unternehmen, das auf Initiative
einer ehemaligen Schülerin dieser Schule begann. Mrs Nicole Carabot
ist heute Lehrerin an der St. Michael Foundation und hatte eine
Anfrage zwecks Schüleraustausches mit ihrer Schule gestartet, die
vom Kindergarten bis zur Senior School ein durchdachtes
Schulprogramm bietet mit Kunst, Theater, Ökologie und
Sport-Projekten.
Die St. Michael Foundation ist eine
Privatschule, von der Größe her der unseren ähnlich....ein großes,
honigfarbenes Sandsteingebäude mit viel Glas und Meerblick.
Die Unterschiede zwischen den Schulen und den Kulturen zu
ergründen war die spannende Aufgabe der 18 Schüler und Schülerinnen
des 8ten Jahrganges, die vom 5. März bis zum 12. März zum
Gegenbesuch in Malta per Flieger aufbrachen, um eine ganz neue
Schulerfahrung zu machen.
Untergebracht in maltesischen
Familien galt es, die dort üblichen Freiheiten und Grenzen
auszuloten, völlig unerwartete Bräuche und Verhaltensweisen zu
erleben: wenn etwa ein Inselstaat für mehrere Tage lahmgelegt ist,
weil Parlamentswahlen stattfinden und die Bevölkerung in einen
Feierrausch verfällt...eine Kultur zu entdecken, die vielfältiger
kaum sein könnte aufgrund einer endlos langen Reihe von Besatzern,
die ihre Spuren hinterließen. Die geschichtlichen Exkursionen
reichten zurück bis zu steinzeitlichen Monumenten wie den Tarxien
Temples. Wundervolle Städte wie Valletta, Mdina und Sliema mit
atemberaubender Architektur waren zu besichtigen, die auf diesem
Felsen im Mittelmeer so eng beieinander liegen, dass der Besucher
manchmal kaum merkt, dass er soeben die Stadtgrenze zum nächsten Ort
überschritten hat.
Neben dem
einheimischen Maltesisch, einer überwiegend arabischen Sprache, ist
Malta ein wundervoller Ort, um ausgezeichnetes Englisch zu üben (ein
Erbe der Kolonialzeit) und gleichzeitig eine so vielschichtige
Kultur kennenzulernen.
In diesen Wochen wird nun die
Entscheidung fallen, wann der nächste Besuch stattfindet.
Beide Seiten sind sehr interessiert
daran, dieses Abenteuer zu wiederholen. Eine Schwierigkeit ist
momentan, dass recht wenige Schüler und Schülerinnen in Malta
Deutsch lernen, so dass nicht so viele Partner zum Austausch zur
Verfügung stehen. Auf unserer Seite lagen mehr als 40 Bewerbungen
vor, so dass leider viele Interessenten enttäuscht werden mussten.
Dennoch sind viele maltesische Schüler neugierig geworden durch
unseren Besuch und haben versprochen Deutsch zu wählen, um dieses
kalte Land anzuschauen, das mehr als einen Zoo, eine Eisenbahn und
eine Universität hat!
Der Abschied der beiden
Austauschgruppen fiel sehr tränenreich aus. Neue Freundschaften sind
entstanden und eine Teilnehmerin sollte stellvertretend für die
anderen selbst zu Wort kommen:
|



|

 |
My
trip to Malta
I was very happy when I learned that I would fly to
Malta. Then the day came! We arrived at the airport and I was very
excited to get to know my new family.
Then we went to the
school, St. Michael Foundation. I thought it looked like a hospital.
Then we had 2 lessons with a strange teacher. These lessons weren`t
so interesting. But after school I met my new family. I really liked
them. They showed me their house where I stayed the whole week. It
was a wonderful house with a big garden and such a big pool! It
looked like a villa. In the first night,
my family took me to a restaurant. I had pizza. It was delicious!
After that we went home. When I was sitting on my bed I was very
tired because the first day was so stressful.
The
following days we visited a lot of sights in
Valletta and Sliema: it was great there. On Saturday evening
we had a big pool pary at my host`s garden. All the other guys were
coming, too. My friend’s mother made some special cheesecakes for
us. The water in the pool was so cold, but we all swam and listened
to the music and sang a bit. This evening was so funny.
The
days passed so quickly and the day of departure came. We all were
sad and started to cry when the bus was coming t take us back to the
airport. I will never forget this adventure. The time there was
unforgettable.
Text: Kim-
Louisa Holthau
|