„Fahrradscouts“ im Einsatz

Anfang des Schuljahres konnte man auf einigen Bünder Straßen ein interessantes Schauspiel beobachten. Ältere Schülerinnen und Schüler mit einer neongelben Warnweste fuhren vor einer Gruppe jüngerer Schüler und guckten sich immer wieder um. Gegen 8 Uhr konnte man dann aus allen Himmelsrichtungen diese Gruppen auf das Gymnasium am Markt zufahren sehen.
Die Schülerinnen und Schüler waren sogenannte „Fahrradscouts“, die vor den Sommerferien eine Ausbildung mit der Polizei gemacht hatten, bei der auf Gefahren im Straßenverkehr und Schwierigkeiten beim Fahren in der Gruppe hingewiesen wurde. So hätten Jugendliche und Kinder die höchste Zahl an Fahrradunfällen. Diese entstanden durch Fahren auf der falschen Straßenseite, Abbiegen ohne sich umzugucken, defekte Bremsen oder Fahren ohne Licht, so die betreuenden Polizisten.
Im den Sommerferien lernten die Fahrradscouts die Schülerinnen und Schüler kennen, die sie zur Schule begleiten sollten und die von vielen Fahrradscouts liebevoller Weise als „meine Kinder“ bezeichnet wurden. Der Schulweg wurde schon einmal eingeübt und riskante Stellen besprochen, an denen Radfahrer schnell übersehen werden, an denen im Winter Glatteis ist oder an denen sich Kies befindet. Das Programm erfreute sich großer Beliebtheit, sodass sich nach dem ersten Unterrichtstag noch viele neue 5-Klässler an dem Projekt beteiligten. So nahmen fast 30 Schülerinnen und Schüler an dem Projekt teil.
In der ersten Woche, in der der Weg zur Schule geübt wurde, schlossen sich auf oft Klassenkameradinnen und Klassenkameraden den Gruppen an, sodass sie auch eine Größe von 10-15 Personen für 2 Fahrradscouts erreichten. „In der Gruppe zu fahren ist eine Herausforderung, weil man darauf achten muss, dass man bei 10 Personen keine Leute an der Kreuzung verliert“, so Fahrradscout Christoph Kleineberg.
Zum Abschluss des Projekts ziehen die Fahrradscouts eine positive Bilanz von dem Projekt. „Es war interessant, dass wir doch in Punkto Verkehrssicherheit von den Kleinen noch lernen konnten. Auch wenn sie ein wenig langsamer zur Schule fuhren, als ich es normalerweise gewohnt war“, so Falco Köhn, Fahrradscout und Mitglied der Planungsgruppe des Projekts.

Als Scouts waren Adreas Budamert, Falco Köhn, Nils Wilmsmann, Christoph Kleineberg, Johanna Kollmeier, Julia Gesemann, Katja Marquardt und Nicolas von der Heyden aktiv.
 

Christopf Kleineberg