Die Klassenfahrt der 5a nach Rödinghausen in die Berghütte
Vom 8.10. bis 10.10.07 war unsere Klasse in der Berghütte in Rödinghausen auf Klassenfahrt. 28 Kinder fuhren los – ein Junge und ein Mädchen konnten leider nicht teilnehmen, da sie krank geworden waren. Die Zimmer dort gefielen uns sehr – außer der Spinne in Adelinas Bett. Die Umgebung mit See, Bach und jede Menge Wald war schön, auch der Gemeinschaftsraum mit dem Klavier.
Unsere Lehrerinnen waren immer gut drauf und der nette Hund Pablo auch. Das Räuberspiel im Wald war spannend, bis auf die Tatsache, dass wir uns verirrt hatten. Die Spaziergänge, z.B. zum Nonnenstein und zum Grünen See, haben Spaß gemacht. Das Essen, das wir selbst zubereitet haben, schmeckte lecker.
Der einzige Nachteil war, dass ich mir das Kinn aufgeschlagen habe und zum Arzt musste.
Ich fand die Klassenfahrt super.
Bianca Schröder
Ein modernes Lager
Ich möchte euch jetzt das tollste Erlebnis unserer Klassenfahrt erzählen.
Hinter der Berghütte ist ein Wald und in diesem Wald kann man super etwas bauen. Alle Jungen unserer Klasse – Kim, David, Alex, Mattis, Malte, Jeek, Leonard, Felix, Mert, Jan und ich - haben im Wald ein cooles Lager gebaut.
Da der Sturm Kyrill auch in dem Wald von Rödinghausen gewütet hatte, waren viele Bäume entwurzelt und lagen umgekippt auf dem Waldboden. Zahlreiche lange Äste lagen herum. So nahmen wir fünf große Bäume, die in etwa im Kreis standen, als Orientierungspunkte für die Raumgröße. Zwischen die Bäume rammten wir mindestens 2 m lange Äste in den Boden, andere legten wir quer, so dass eine Mauer aus Ästen, die sich gegenseitig stützen, entstand. Dann schleppte ich ein großes Teil von einem gefällten Baumstamm in unser Lager. Gemeinsam mit Kim rollte ich ein weiteres langes dickes Baumteil zum Lager. Es sollte eine Bank darstellen. Irgendwann organisierten wir alles viel besser uns teilten uns Berufe zu. So waren Felix und ich Fliesenleger. Die Fliesenstücke hingen als große lehmige Erdstücke in den Wurzeln eines Baumes. Kim, Mert und Mattis waren die Steinbringer. Sie schlugen sie heraus und schleppten sie zu unserem Lager. Dort wurden die fertigen Fliesen auf den Boden gelegt. David, Jeek und Jan waren die Steinmetze. Alex, Leonard und Malte haben das gemacht, wozu man sie gerade brauchte. Zum Schluss kamen noch Julia, Celina, Lara und Lina. Sie waren die Moosfrauen, holten das Moos aus dem ganzen Wald zusammen und verteilten es im Lager.
Als Felix und ich fertig waren, haben Alex, David und ich noch einen Baum gefällt.
Ach ja, bevor ich es vergesse, für Pablo haben wir ein Körbchen gebaut mit weichem Moos. Er saß sogar einmal drin. Wir haben ihn sofort fotografiert.
Das war’s von mir, bis dahin.
Marc Moning
Die Nachtwanderung
Als wir die erste Nacht in der Berghütte in Rödinghausen überstanden hatten, waren wir froh, am nächsten Morgen fröhlich und munter aufzuwachen. An diesem Abend sollte es für manche Kinder aufregend, spannend und vor allen Dingen auch gruselig werden. Die Lehrerinnen hatten uns bereits am vorherigen Tag gesagt, dass wir eine Nachtwanderung machen würden. Nicht alle Kinder wollten mitkommen. Manche hatten vielleicht Angst, aber andere auch einfach keine Lust dazu.
Also machten wir uns spät am Abend mit 15 Jungen und Mädchen auf den Weg Richtung Wald. Die meisten Kinder hatten eine Taschenlampe dabei, Frau Bernhardi-Mensing sagte uns jedoch, dass wir sie möglichst nicht benutzen sollten. So war es stockfinster und man hörte so manche Geräusche: das Singen der Nachtvögel, das Rauschen der Bäume... Aber am lautesten hörte man das Gequatsche der Kinder. Hin und wieder blieben wir stehen und lauschten, alle ganz still. Der Mond schien leider nicht in dieser Nacht.
Der Rückweg war sehr spannend. Kim Harris erzählte Michelle und mir eine Gruselgeschichte. Vor uns liefen Marc und Alexander. Als die Geschichte mit den Worten: „... denn heute ist mein 20. Geburtstag. Graue Haare habe ich schon und ...“ abrupt endete, erschreckten uns die beiden Jungs vor uns mit einem lauten „Buh...“ und dem Flackern einer Taschenlampe. Ihre Gesichter sahen wirklich gespenstisch aus. Wir erschraken uns furchtbar und schrieen laut auf. Ich meine, wir konnten doch nicht ahnen, dass alle unter einer Decke steckten.
Nach diesen ganzen Vorfällen war ich endlich froh, in der Berghütte angekommen zu sein. So ging die erste und wahrscheinlich letzte Nachtwanderung meines Lebens zu Ende.
Adelina Geers