Elternabend der Jahrgangsstufe 7 mit Eva Liesche, DROBS Herford
Wie jedes Jahr findet für den Jahrgang 7 im Rahmen der Suchtprophylaxe die Möglichkeit der Teilnahme am internationalen Wettbewerb „Be smart – don`t start“ statt. Hierbei verpflichtet sich die Klasse, für einen Zeitraum von November 2006 – April 2007, nicht zu rauchen, bzw. maximal 10 % Toleranz zuzulassen. Begleitet wird dies durch Projekttage der Jahrgangsstufe, Durchführung gesundheitsfördernder Maßnahmen, Besuch der Drogenberatungsstelle (DROBS) Herford und einem Elternabend zu diesem Thema.
Eva Liesche informierte am Dienstag, den 6. 2. 2007, über die Rauschdrogen Nikotin, Alkohol und auch Shisha. Letzteres, die Wasserpfeife, könne sogar aufgrund der zugesetzten Stoffe wie z.B. Glycerin, das unter Erhitzung sich zum hochgiftigen Propenol entwickle, noch schädlicher als der sonstige Tabakkonsum sein. Umstritten seien aber die Äußerungen hierzu.
Zigaretten gelten als Designerdroge und das mache sie gefährlicher als man glaube. Sie seien so hoch verfeinert, dass Jugendliche nach dem ersten Genuss in der Regel keinerlei Übelkeit, bitterem Geschmack etc. verspüren und somit eine sofortige körperliche Reaktion ausfalle – im Gegensatz zu früheren Zeiten -. Heute werden die Zigaretten im Geschmack so verändert, dass man den Wunsch nach mehr verspüre. Mädchen werden zunehmend nikotinabhängiger.
Alkohol scheint durch die Versüßungen zunehmend für Jugendliche interessanter zu werden und gehört zum Initiationsritus, dessen Gefahren bagatellisiert und nicht erkannt werden. Die Rauschbrille verdeutlicht auch den Eltern, wie schwer „unter Alkoholeinfluss“ ein Ziel anzusteuern ist und wie die Sinneswahrnehmungen dadurch massiv eingeschränkt werden.
Frau Liesche verweist darauf und ermutigt dazu, als Eltern in dieser Frage vertrauensvoll klare Position zu beziehen und ggf. Grenzen deutlich zu machen. Aus der Erfahrung ihrer offenen Beratungsstunden für Jugendliche hört sie immer eindeutig heraus, dass diese geradezu auf eine Meinungsäußerung von ihren Eltern warten und wenn diese ausbleibt, sich nicht in ihrem „Erwachsenwerden“ ernst genommen fühlen. Häufig stellen sich Eltern immer wieder die Frage nach dem angemessenen Verhalten in dieser Thematik. Die DROBS Herford bietet dafür Elternabende an, die die Thematik „Grenzen aufzeigen“ angehen. Interessierte Eltern können sich dazu anmelden. Für jugendliche Raucher/innen wird von Uwe Holdmann, DROBS HF, ein Antiraucherprogramm in 10 Schritten angeboten.
Ein lebendiges und anregendes Gespräch aller Beteiligten an diesem Abend verdeutlicht das Engagement und das Interesse von Eltern und Referentin für und an dieser Thematik!
Herzlichen Dank!
(K. Deppe)