Totaleinsatz als Staubengel mit vollem Erfolg!

Wie viel Mühe gaben sich die Schüler/innen der Klassen aus dem Jahrgang 5 und wie reichlich wurden sie belohnt:
Insgesamt 1985, 90 Euro konnten heute an die Kindernothilfe in Duisburg als Spende der Klassen 5a (740, 80 €), 5c (540, 50 €), 5d (577 €) und 5e (127,60 €) für die bolivianischen Bergwerkskinder überwiesen werden! Phantastisch!
Unterschiedlichste Arbeiten verrichteten die Mädchen und Jungen als „Staubengel 2006“, deren Erlebnisse sie u. a. folgendermaßen aufschrieben:
„Ich habe am Sonntag bei meiner Patentante im Blumengeschäft geholfen. Extra für diesen Tag hatte ich mir mein T-Shirt mit dem Staubengel angezogen. Dabei hat die Arbeit richtig Spaß gemacht, denn ich wusste ja, dass es für die Kinder ist, die noch viel, viel mehr am Tag arbeiten müssen.“
„Zusammen mit meinem Freund haben wir bei dessen Eltern den großen Bambus weggeschnitten. Das war ganz schön viel Arbeit. Anschließend reinigten und entmüllten wir das Auto. Mir ist aufgefallen, dass die Kinder in Bolivien sehr viel zu tun haben müssen und dass das, was sie machen, überhaupt nicht kindgerecht ist!“
„Vor einigen Tagen war ich noch bei meiner Freundin X und habe ihr Zimmer aufgeräumt. Das war ganz schön viel Arbeit! Aber es war schön, anderen Kindern damit helfen zu können!“
„Am Dienstag fuhren meine Schwester, meine Mutter und ich nach Osnabrück zu meiner Großmutter. Bei ihr habe ich die Kiesel und Blätter von der Terrasse und dem Gartenweg entfernt, indem ich fegte. Es war ziemlich anstrengend, aber es ist ja für die Kinder in Bolivien, die jeden Tag noch viel schwerere Arbeiten verrichten!“
„Mein erster Einsatz war im A..., was so etwas wie ein Kinderhort ist. Ich war ziemlich aufgeregt, doch dann holte ich tief Luft, ging zu den Erzieherinnen und erzählte ihnen von der Staubengel - Aktion. Danach gaben sie mir die Aufgabe, einen Spiegel zu putzten, einen Schrank aufzuräumen und in einer Kammer Staub zu putzen. Natürlich hatte ich meine geschenkten Putzsachen der Firma Spontex mit und benutzte sie. Alles war ganz schön anstrengend, aber in 30 Minuten war ich damit fertig und erhielt dafür eine Spende.“
„Am Dienstag durfte ich mit dem Pudel Anton spazieren gehen, mit ihm spielen und ihn bürsten. Mit Frau X bin ich zu einem Blumengeschäft gefahren, habe dort Blumen aussuchen und diese später einpflanzen dürfen. Zuhause durfte ich dann abends kochen, danach babysittete ich bei den Nachbarn. An diesem Tag habe ich über 30 € verdient. Es hat alles viel Spaß gemacht! Dieser Tag war wunderbar!“
„Ich habe mir überlegt, den Glasmüll in meiner Nachbarschaft einzusammeln und zum Glascontainer zu bringen. Zunächst habe ich den Fahrradanhänger meines Vaters mit vier Plastikkisten ausgerüstet. Dann klingelte ich in der Nachbarschaft, bis ich meine Kisten gefüllt hatte. Ein älteres Ehepaar gab mir sogar drei alte Lampenschirme aus Glas, die allerdings so groß waren, dass sie später nicht in die Öffnungen der Glascontainer passten. Zusammen habe ich mit meiner Glassammelaktion 28 € erarbeitet.
Am Donnerstag habe ich in der ... Linienbusse saubergemacht. Es waren ein Gelenkbus, vier normale und zwei kleine Stadtbusse. Mit denen fahre ich normalerweise jeden Tag zur Schule und zurück. Ich habe mit einem großen Besen die Fußböden der Busse ausgefegt und den herumliegenden Müll eingesammelt. Einige Busse waren schön verdreckt. Das Aufregendste an diesem Tag war aber, dass ich in einem Bus war, während dieser durch die Waschhalle fuhr. Etwas unheimlich war das schon...
Am Ende der Woche hatte ich 40 € erarbeitet, die jetzt an die Bergarbeiterkinder in Bolivien gehen. Beim Arbeiten habe ich viele nette Leute kennengelernt und es hat mir viel Spaß gemacht.“
„Am Montag habe ich die Wohnung meiner Großeltern sauber gemacht. In der Zeit habe ich an die Bergarbeiterkinder in Bolivien gedacht, wie schwer sie es haben und dass sie bei unerträglichen Bedingungen viele Stunden für wenig / fast gar kein Geld arbeiten müssen. Ich wüsste nicht, ob ich die Belastung der Bergarbeiterkinder in Bolivien je aushalten würde.
Ich finde, es ist wichtig, dass es solche Hilfsprojekte wie dieses Staubengelprojekt für die Kindernothilfe gibt.“
Tausend Dank all denen, die sich so aktiv für die Bergarbeiterkinder in Bolivien eingesetzt haben, so dass ihre aktive Hilfe als Spende hoffentlich den betroffenen Kindern zugute kommt, auf dass sie einer besseren Zukunft entgegensehen können!
Karin Deppe