Ich probier` es aus – und was machst du?

Eltern sind gefragt!

 

So lautete das Thema am Mittwoch, dem 1. Februar, um 19.30 Uhr, auf dem Elternabend der Jahrgangsstufe 7. In Anbindung an das Projekt der einzelnen Klassen „Be smart – don`t start“, einem internationalen Wettbewerb zum Thema „Nichtrauchen“ (BZgA u.a.), wurde den Eltern ein begleitender Informations- und Gesprächsabend am Gymnasium am Markt angeboten.
 

Eva Liesche von der Jugend- und Drogenberatungsstelle Herford des Diakonischen Werkes (DROBS) führte mit Sachkenntnis in Umgang, Ursache und Wirkung von Tabak-, Alkohol- und Haschischkonsum ein. Ihre Unterscheidung von Verhältnis- und Verhaltensprävention, von Primär- und Sekundärprävention verdeutlichte, dass wissenschaftlich bewiesen sei, dass die Verhältnisprävention ebenso maßgeblich sei wie die Verhaltensprävention. D.h., dass z.B. die Erhöhung der Tabaksteuer dazu geführt habe, dass der Tabakkonsum tatsächlich zurückgegangen sei und für Jugendliche durch das Statussymbol Handy abgelöst worden sei. Aber ebenso sei das Gesetz der rauchfreien Schule sehr hilfreich als Verhältnisprävention, wenn für alle an der Schule Tätigen dieselben Regeln gelten und generell nicht geraucht würde. Die DROBS bietet zur Unterstützung über Uwe Holdmann auch Seminare wie „Rauchfrei in 10 Schritten“ für Jugendliche an.

Die Rolle von Eltern als die der „liebevoll Kontrollierenden und Begleitenden“ ihrer Kinder  sei unbedingt notwendig, da hierüber die Jugendlichen ihre Werte und Verhaltensnormen mit übernehmen. Das statistische Einstiegsalter für den Tabakkonsum liegt bei 12,5 Jahren. Schaffen die Jugendlichen es aber, bis ca. 17 Jahren keine Drogen zu konsumieren, bleiben sie in der Regel abstinent. Insofern sind die Eltern auch hier in ihrer Erzieherrolle weiterhin gefragt und gefordert.

Ein Blick durch die „Rauschbrille“, die einen Alkoholpegel von 2 Promille vortäuschte, führte den Teilnehmer/innen hautnah ihre Sinnestäuschung vor und eine markierte Linie mit Gegenständen war nicht mehr zielgenau anzusteuern. An diesem konkreten Beispiel ging Frau Liesche auf die Fehleinschätzung nach Drogenkonsum ein, die z. T. tödliche Folgen nach sich ziehen und die in ihrem Gefährdungspotential nicht angemessen erkannt werden.

Die Teilnehmer/innen bedankten sich anschließend für den sehr informativen, anregenden und intensiv belebenden, durch konkrete Alltagsbeispiele belegten Abend.

 

(K. Deppe)