Irmgard von Bodelschwingh berichtet über das Projekt Heim- statt Tschernobyl

 

Im Rahmen von konkreter Unterrichtsgestaltung für das Fach Ev. Religion, Grundkurs Jg. 13 mit dem Kurshalbjahresthema „Theologische Antworten in einer sich verändernden Welt – Kirche und Ethik am Beispiel überzeugender Persönlichkeiten“ luden die Schülerinnen Mareike Lohmeier und Evelyn Hagoort Irmgard von Bodelschwingh aus Bünde am 19. Dezember 2006 ein, um mehr über das Projekt „Heim – statt Tschernobyl“ zu erfahren.

Engagiert, anschaulich und lebendig erzählte die Mitbegründerin und Initiatorin von den Ursprüngen, Umsetzungen, Schwierigkeiten und Erfolgen dieses umfangreichen Werkes für Umsiedlung, Integration und Versöhnung.

Vor 16 Jahren, zusammen  mit ihrem Mann Dietrich von Bodelschwingh, nach einer Urlaubsfahrradttour durch Russland, entstand diese Idee: „Zukunft nach Tschernobyl – Deutsche und Weißrussen bauen gemeinsam“ Lehmhäuser, um Menschen aus dem verstrahlten Gebiet eine neue Lebensmöglichkeit in Weißrussland in den Dörfern Drushnaja und Lepel zu geben. 20 Jahre nach der Reaktorkatastrophe am 26. April 1986 will man nicht nur Zeichen gegen Tschernobyl und atomare Energienutzung setzen, nicht nur ökologische Häuser im nichtverstrahlten Norden bieten, sondern vor Ort konkret helfen: Bau von Windkraftanlagen, Schaffung von Arbeitsplätzen durch eine Produktionsanlage für ökologischen Dämmstoff aus Schilf, ein gerade erstelltes Ambulatorium, Förderung von Versöhnung und zwischenmenschlichem Engagement und v.m. Jährliche workcamps helfen und unterstützen, wo es möglich ist. Weitere Informationen findet man unter www.heimstatt-tschernobyl.@t-online.de

Mit viel ehrenamtlichem Einsatz, Unterstützung vieler Menschen, aktiv Helfender, gelingt es bis heute, u.a. die enormen Geldsummen als Spenden aufzutreiben, um mindestens jährlich drei weitere Häuser vor Ort bauen zu können. Nicht zuletzt auch dafür ist dieses Projekt mit dem Marion – Dönhoff – Förderpreis geehrt worden.

Die Schüler/innen danken Irmgard von Bodelschwingh für ihre beherzte Präsentation und wünschen ihr für die Zukunft weiterhin viel Energie, Lebensmut und Gesundheit!

 

Karin Deppe