Am Mittwoch, 8. März 2006, erfuhren die Schüler/innen der Klassen 5a, 8a und 8b Religionsunterricht einmal ganz anders. Während zuvor die Lehrkräfte Karin Deppe und Axel Schäfer das Thema „Umgang mit der Schöpfung“ (5a) bzw. „Lebensbilder – Vorbilder“ (8a,b) mit den Schüler/innen über unterschiedliche Zugänge vorbereiteten, sollte dies nun an einem konkreten Projektbeispiel deutlich gemacht werden. Warum in die Ferne schauen, wenn das Gute liegt so nah? Dietrich und Irmgard von Bodelschwingh aus Bünde haben 1991 „Heim -statt Tschernobyl“ gegründet, um den Strahlenopfern von Tschernobyl zu helfen und ihnen eine neue Lebensmöglichkeit in strahlungsfreien Gebieten zu bieten. Deshalb gründeten sie in Belarus, Weißrussland, ein neues Dorf „Druschnaja“ (Das freundschaftliche Dorf“) und Stari-Lepel, in dem sich bis heute über 50 ökologisch gebaute Lehmhäuser befinden. So konnten die Familien umgesiedelt werden, womit ein Prozess der Versöhnung immer wieder neu aktiviert wurde. Soziale Projekte wie Mutter – Kind Erholungsangebote, Frauenbegegnungs – Seminare, Jugend – Workcamps stellten einen maßgeblichen Anteil dar. Die Arbeit dieses Projektes hat sich weiterentwickelt und so wurden als Zeichen gegen Tschernobyl strukturell – ökologische Hilfen überlegt und umgesetzt. Bis jetzt sind zwei Windräder, aber auch Fotovoltaik- und Solaranlagen als sichtbares Zeichen gegen umweltzerstörende Atomkraftwerke entstanden. Die Nutzung der Rohstoffe passiert in der Schilfplattenproduktion zur Hausisolierung etc. und in der Heizung. Mittlerweile wird es immer wichtiger, die neuen Dörfer in die Entwicklung der bestehenden Dörfer und Städte zu integrieren. Deshalb wird momentan an einem Ambulanzzentrum für die medizinische Versorgung in Drushnaja gebaut, Arbeitsplätze werden beschafft, Nähkurse angeboten, Schule und Kindergarten repariert und bei der Errichtung der neuen orthodoxen Kirche geholfen. Nach einem Diavortrag von Frau von Bodelschwingh übernahm Sabrina Ramöller (8a) die Gesprächsmoderation, auf die sie sich gelungen vorbereitet hatte. Interessierte Schüler/innenfragen wurden gestellt und geduldig, umfassend und warmherzig von der Referentin beantwortet. Welch eine Chance, soziales Engagement so hautnah erzählt und erlebbar gemacht zu bekommen. Frau von Bodelschwingh, herzlichen Dank! Dies empfanden jedenfalls die Klassen und deshalb überreichten sie zum Schluss ihre eingesammelte Spende, die für die Mutter – Kind – Erholung in Drushnaja genutzt werden soll. Karin Deppe 
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