Unvorhersehbare Ereignisse auf einer Reise an den Rand des Wiehengebirges

 

Von Montag, dem 27.03.06, bis  Mittwoch, dem 29.03.06, machte die Klasse 5 b des Gymnasiums am Markt eine Klassenfahrt mit dem Bus nach Rödinghausen in die Berghütte. Diese Reise war von den beiden Klassenlehrerinnen Frau Bernhardi-Mensing und Frau Frech-Kelle dazu gedacht, dass die Schüler und Schülerinnen sich untereinander besser kennen lernen und zur Verbesserung der Klassengemeinschaft. Auf dieser Klassenfahrt sollten allerdings alle noch etwas sehr Aufregendes erleben.


 

Als wir endlich alle angekommen waren und unsere Zimmer bezogen hatten, erlebten wir eine sehr schöne Zeit – bis dann am Dienstag eine Nachtwanderung anstand. Gegen 20.30 Uhr  verließen wir die Berghütte, denn der Himmel war bedeckt, es regnete ein wenig und so war es schon ziemlich dunkel. Die beiden Lehrerinnen nahmen als einzige Taschenlampen mit. Gut gelaunt und neugierig auf das, was da kommen sollte, setzten wir uns in Bewegung und liefen in Richtung Nonnenstein. Schnell setzte sich eine Gruppe von 10 Kindern vorne ab und hatte bald einen erheblichen Abstand zum Hauptfeld. Auf halber Strecke, wo eine kleine Rasthütte steht, bog diese Gruppe nach links zum Nonnenstein ab – ich gehörte auch dazu.

Die Taschenlampen, die wir gegen die Erlaubnis der Lehrerinnen doch mitgenommen hatten, ermöglichten uns das Weitergehen. Unter der Ausreißergruppe machte sich langsam Angst breit, denn kurz vor dem Nonnenstein sahen wir von rechts aus dem Wald Lichter. Nun beeilten wir uns und stiegen hastig den Nonnenstein hinauf. Trotz des „bisschen“ Angst, die wir vorher gehabt hatten, war es doch ein wunderschöner Ausblick von da oben.
 

Wir warteten einige Zeit, weil wir damit rechneten, dass die anderen gleich kommen würden. Gerade als wir den Nonnenstein wieder hinunterstiegen, sahen wir plötzlich unten im Turm ein Licht. Wir rasten  alle wieder nach oben, denn in diesem Augenblick hatten wir wirklich panische Angst. Es stellte sich jedoch heraus, dass nur eine von uns geleuchtet hatte, und letztendlich kamen wir alle gut unten an.

Inzwischen war es stockfinster geworden, als wir den Weg zurück antraten. Nach ein paar Minuten waren wir wieder an der Rasthütte und plötzlich liefen alle übrigen Kinder unserer Klasse auf uns zu. Sie bombardierten uns mit Fragen, was wir gemacht hätten und was wir uns wohl dabei gedacht hätten. Einige hatten vor Sorge um uns sogar geweint. Erleichtert lagen wir uns in den Armen. Gemeinsam traten wir den Weg zurück an. Doch insgeheim dachte bestimmt jeder, dass wir ein richtiges Abenteuer erlebt haben.